Was eine Website für Selbstständige in Österreich kostet
Was eine Website für Selbstständige in Österreich wirklich kostet, was den Preis treibt und woran Sie faire Anbieter erkennen.

Wer sich gerade selbstständig macht, stellt sich früher oder später eine sehr praktische Frage: Was darf eine Website eigentlich kosten? Die Antworten im Netz reichen von „ein paar Hundert Euro" bis zu Angeboten im fünfstelligen Bereich, und das verunsichert mehr, als es hilft.
Das liegt daran, dass „Website" kein einheitliches Produkt ist. Eine einfache Visitenkarten-Seite für ein Einzelunternehmen hat mit einem Onlineshop oder einer mehrsprachigen Unternehmensseite wenig gemeinsam, auch wenn beides technisch „eine Website" ist. Der Preis hängt fast ausschließlich davon ab, was tatsächlich gebraucht wird.
In diesem Artikel geben wir Ihnen eine realistische Orientierung: welche Preisspannen in Österreich üblich sind, welche Faktoren den Preis tatsächlich beeinflussen, und woran Sie erkennen, ob ein Angebot fair kalkuliert ist oder nicht. So können Sie bei den ersten Angeboten besser einschätzen, was angemessen ist.
Realistische Preisspannen für Selbstständige
Es gibt keine einzelne „richtige" Zahl, aber es lassen sich grobe Orientierungswerte nennen, die sich in der Praxis immer wieder zeigen.
Einfache Website mit wenigen Unterseiten (Start-, Über-uns-, Leistungs- und Kontaktseite): Hier bewegen sich viele Angebote in einem Bereich von rund 800 bis 2.500 Euro, je nachdem, ob ein bestehendes Template angepasst oder ein individuelles Design erstellt wird.
Website mit mehr Inhalt, eigenem Design und Textarbeit: Sobald individuelles Branding, mehrere Unterseiten, eigene Texte und etwas SEO-Grundlagenarbeit dazukommen, liegen die Kosten meist zwischen 2.500 und 5.000 Euro.
Umfangreichere Projekte, Onlineshops oder individuelle Funktionen: Bei Buchungssystemen, Shops oder speziellen technischen Anforderungen können die Kosten deutlich darüber liegen, oft ab 5.000 Euro aufwärts, teils deutlich mehr.
Diese Werte sind Richtwerte, keine Garantie. Sie helfen aber dabei, ein erstes Gefühl zu bekommen, bevor man ein konkretes Angebot bewertet. Wichtig ist außerdem: Neben den einmaligen Erstellungskosten fallen meist laufende Kosten an, etwa für Hosting, Domain und gegebenenfalls Wartung. Diese liegen oft im Bereich von wenigen Euro bis niedrigen zweistelligen Beträgen pro Monat, je nach Umfang.
Was den Preis tatsächlich treibt
Wenn zwei Angebote stark auseinanderliegen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Meist stecken dahinter nachvollziehbare Unterschiede.
Umfang und Anzahl der Seiten
Eine Website erstellen zu lassen bedeutet bei fünf Unterseiten deutlich weniger Aufwand als bei fünfzehn. Jede zusätzliche Seite bedeutet Konzeption, Design und oft auch Textarbeit.
Individuelles Design versus Template
Ein angepasstes Template ist günstiger und schneller umsetzbar. Ein komplett individuelles Design, das exakt auf die Marke abgestimmt ist, braucht mehr Zeit und kostet entsprechend mehr.
Texte und Content
Viele unterschätzen, wie viel Aufwand gute Website-Texte bedeuten. Wenn die Agentur die Texte übernimmt, statt nur ein leeres Gerüst zu liefern, steckt darin echte redaktionelle Arbeit.
Technische Anforderungen
Ein Buchungskalender, ein Onlineshop, eine Mitgliederfunktion oder eine Anbindung an externe Tools erhöhen den Aufwand spürbar. Das sind keine „Kleinigkeiten", auch wenn sie auf der fertigen Seite unscheinbar wirken.
SEO-Grundlagen
Eine Website, die von Anfang an sauber für Suchmaschinen strukturiert ist, mit passenden Titeln, Beschreibungen und einer durchdachten Seitenstruktur, braucht mehr Vorbereitung als eine Seite, die einfach nur „online" sein soll.
Betreuung nach dem Launch
Manche Anbieter kalkulieren Support, kleinere Anpassungen und Updates in den Preis ein, andere verrechnen das separat. Das erklärt oft, warum zwei auf den ersten Blick ähnliche Angebote unterschiedlich hoch ausfallen.
Woran Sie einen fairen Anbieter erkennen
Gerade als Gründerin oder Gründer ist es schwer einzuschätzen, ob ein Angebot angemessen ist. Ein paar Punkte helfen bei der Einordnung.
- Das Angebot ist nachvollziehbar aufgeschlüsselt. Ein fairer Anbieter erklärt, wofür Sie bezahlen, also Design, Text, Technik und SEO, statt nur eine Pauschalsumme zu nennen.
- Es werden konkrete Fragen zu Ihrem Business gestellt. Wer direkt ein Pauschalpaket ohne Rückfragen anbietet, hat sich meist noch nicht mit Ihren tatsächlichen Zielen beschäftigt.
- Laufende Kosten werden offen kommuniziert. Hosting, Domain und eventuelle Wartungskosten sollten von Anfang an klar sein, nicht erst nach Vertragsabschluss auftauchen.
- Realistische Zeitangaben. Eine hochwertige Website entsteht selten in zwei Tagen. Sehr kurze Lieferzeiten bei komplexem Umfang sind ein Warnsignal.
- Referenzen sind nachvollziehbar. Bestehende Projekte sollten sich ansehen lassen, idealerweise mit Bezug zu ähnlichen Branchen oder Unternehmensgrößen.
- Keine Angst vor Fragen. Ein seriöser Anbieter beantwortet Rückfragen zu Umfang, Ablauf und Kosten offen, statt auszuweichen.
Ein besonders niedriger Preis ist nicht automatisch ein gutes Zeichen. Oft bedeutet er, dass wichtige Schritte wie Konzeption, individuelle Texte oder SEO-Grundlagen fehlen, und diese Lücken später teurer nachgeholt werden müssen.
Gute Agenturen kalkulieren Website-Projekte transparent nach tatsächlichem Umfang, statt mit pauschalen Einheitspreisen zu arbeiten, die selten zum jeweiligen Business passen.
Fazit: Die richtige Frage ist nicht „billig oder teuer", sondern „passend"
Die Kosten für eine Website hängen stark davon ab, was Sie tatsächlich brauchen. Eine einfache, gut gemachte Seite mit wenigen Unterseiten kann für den Start völlig ausreichen und muss keine großen Summen kosten. Wichtiger als der reine Preis ist, ob das Angebot zu Ihrem aktuellen Bedarf passt und transparent aufgebaut ist.
Mit Website-Paketen bekommen Selbstständige und Gründer eine professionelle Website mit klarem Fixpreis, transparentem Leistungsumfang und einer Umsetzung innerhalb von 30 Tagen, ohne versteckte Zusatzkosten.
Nehmen Sie sich für den Vergleich mehrerer Angebote Zeit, stellen Sie konkrete Fragen zum Leistungsumfang und achten Sie darauf, dass laufende Kosten von Anfang an klar sind. So treffen Sie eine Entscheidung, die zu Ihrem Budget und Ihren Zielen passt.
Quellen
- Website selbst erstellen oder erstellen lassen: der Kostenvergleich für Österreich
- Was kostet Webdesign in Österreich? Reale Preise 2026
Gastbeitrag von Ernad Sehic, Gründer der reignite werbeagentur e.U.. Stand: August 2026.
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